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Landeskunde

Tanzania liegt geografisch direkt unterhalb des im Norden verlaufenden Äquators und man könnte annehmen, dass durch die senkrecht am Himmel stehende Sonne das Klima durchgehend heiß ist. Wenn man sich in den vulkanischen Höhenlagen von 1.200 – 6.000 Metern befindet, stellt man schnell fest, dass man schon mal nachts nicht auf eine dicke Decke zum Schlafen verzichten kann!
In den afrikanischen Hochebenen und Bergen kann es nachts sehr frostig werden. Klimabestimmend sind in Ostafrika die Monsun- oder Passatwinde, die aus zwei unterschiedlichen Hauptrichtungen wehen. Von Oktober/November bis März/April liegt Ostafrika im Einzugsbereich der Nordostwinde (Kaskazi), so dass es im Land sehr trocken und warm ist.
Ende Mai beginnen die Winde, von Nordost aus Süden und Südost zu drehen. Dann geht der Südostpassat (Kuzi) über das Land, der bis September viel Feuchtigkeit vom indischen Ozean mitbringt. Viel Feuchtigkeit in der Luft bedeutet für Ostafrika nicht gleich auch viel Niederschlag. Die intensive Sonnenstrahlung verdampft bis zu 80% des Regenwassers. In Tanzanias Nordwesten gibt es zwei Regenzeiten. Die kleine Regenzeit gibt es in dem Zeitraum zwischen November bis Dezember und keineswegs ist der Regen auch pünktlich, manchmal bleibt er auch einfach aus!
Die große Regenzeit gibt es in dem Zeitraum zwischen Februar und Mai und kann mitunter sintflutartige Erscheinungen annehmen. Viele Fahrwege sind in dieser Zeit aufgeweicht und einfach unpassierbar und die Nationalparks sind daher vorübergehend geschlossen.
Die hauptsächliche geologische Erscheinung wurde durch Millionen von Jahren tektonischer Plattenbewegungen der Erdkruste und somit auch vulkanischer Aktivitäten geschaffen. Das Augenscheinlichste in Ostafrika ist wohl der große transafrikanische Grabenbruch.
Riesige Basaltdecken und Vulkankegel sind gegen Ende des Teritärs (Pliozän) aufgebrochen und diese Vorgänge plattentektonischer und vulkanischer Tätigkeiten dauern bis heute an. Die Diversität des ganzen Landes wird durch die Höhenunterschiede von 0 bis 6000 Metern bestimmt. Der Nordwesten Tanzanias bis in den Süden nach Südafrika, dem Simbawe, wird durch das Eastern Great Rift Valley, der große Grabenbruch - Great Rift Valley, durchzogen. Dieser markante Erdriss findet seine höchste Bruchkante von 700 Meter direkt am Lake Manyara Nationalpark und sein steiler Hang ist mit Busch- und Strauchwerk und zahlreichen Bäumen bewachsen. Das Ngorongoro Conservation Area, ein gewaltiges Wildschutzreservat erstreckt sich über das Northern Highlands Forst Reserve, einem Gebirgsmassiv aus Vulkanberge. Hohe Vulkanveteranen von bis zu 3.185 Meter, wie der Lolmalasin, schaffen klimatische Unterschiede zum übrigen Land. Das Gebirge erstreckt sich im Herzen des Northern Circuit Tanzanias, das ein Verbund von bedeutenen und großen Nationalparks wie die Serengeti, der Tarangiere und der Kilimanjaro und dem großen Ngorongoro Conservation Area ist. Jeder dieser Nationalparks und Wildschutzgebiete hat in erster Linie seine eigene Bedeutung, doch durch die Verbindungsbrücken zahlreicher kleiner Wildschutzgebiete, ergibt sich ein gewaltiges Gebiet der Natürlichkeiten und der Wildwanderungen.
Die großen afrikanischen Wildtierarten sind überwiegend Nomaden in dem Wechsel der extremen Jahreswitterungen von unterschiedlichen Regenzeiten, aber immer einer sehr ausgeprägten und fordernden Trockenzeit.
Es ist die Trockenzeit, die zu großen Wanderungen führt, immer der Spur des Regens folgend. Die Fährte, auf der die großen Herden wandern, ist das Gras. Gras ist der Energielieferant, der die meisten Landtiere auf der Erde versorgt. Diese überaus strapazierfähige Pflanze wird gefressen, zertreten und mit Dung übersät und dennoch zeigt sie einen unglaublichen Willen

zum Wachsen, noch vor den ersten Regentropfen, die immer direkt den heftigen Gewittern
folgen.
Das riesige Nyika – Plateau ist die größte Ebene Ostafrikas und erstreckt sich von der nördlichen Wüstenregion in Nordkenia bis in den südlichen Savannen Tanzanias. Der Name „nyika“ heißt soviel wie „ödes Land“ und rührt von dem spärlichen Bewuchs der Gegend her, der überwiegend aus dornigen Büschen besteht. Dieses große Gebiet ist durchgehend heiß und auch trocken.
Ganz anders zeigt sich die Gegend genau an dem Fuß des Grabenbruchs und dann auf dem Hochplateau des Nogorongoro Conservation Area.
Es ist die Hauptregion der Landwirtschaft in Tanzania und das rührt von dem überaus fruchtbaren Boden der Millionen Jahren überwehter Vulkanasche und auch der Wettererscheinung, die hier und für die im Nordwesten nachfolgende Serengeti, einer weit ausgedehnten Grasfläche, ihre größte Wirkung zeigt. Es ist die Wechselwirkung zwischen Trockenheit und Regen, die sich mehr oder minder an einem gegelmäßigen Rhythmus richtet.
Das Hochplateau ab 2000 Metern hat auch zusätzlich auch eine gute Tauwirkung in den Nächten und bewirkt somit ein immergrünes Bild der Frische. Ganz bezeichnet ist der Ngorongoro Crater für dieses Glück der genügenden Feuchtigkeit, die somit auch für ausreichendes Pflanzenwachstum sorgt. Nur ganz wenige von den etwa 25.000 Großtieren auf dem Grund der Caldera verlassen ihn manchmal in unregelmäßigen Abständen. Die Landschaft, die eine kleine Kopie der weiten Serengeti ist, wurde 1957 von Prof. Bernhard Grzimek als „eines der Weltwunder“ bezeichnet und wird seither als World Heritage Site geschützt. Die Caldera befindet sich auf 2000 Metern über Normal Null und ihr umlaufender Rand ragt noch einmal über 600 Meter in die Höhe. Hier oben und auch in den anderen Gebieten des Ngorongoro Conservation Area und der Serengeti Plains kann es im Juli und August nachts schon mal gefrieren.

Im Norden des Ngorongoro Conservation Area dicht an der Grenze zu Kenia liegt der stark alkalische Lake Natron mit seinen sehr großen Flamingopopulationen. Südlich von diesem See, im Lake Natron Controlled Game Area, ragt der noch aktive Berg Gottes in den Himmel empor. Es ist der Oldoyno Lengai der Sitz des Massai Gottes und es ist ganz egal, ob dieser Gott männlich oder auch weiblich angesprochen wird, denn er steht für alles geschaffene auf dieser Erde. Mit 2960 Metern Höhe ist dieser aktive und in seiner besonderen Art der Lava ein einzigartiger Vulkan auf der Erde. Er haucht sehr oft seine mineralhaltige Asche in den Himmel und der Nordostwind trägt ihn weit über die Grasebene der Serengeti. Es ist das Rezept zu einem steig gutem Wachstum nach langen, harten Trockenzeiten. Die Serengeti, die weite Ebene hat sich vor Millionen von Jahren durch eine riesige Magmablase aus der Tiefe der Erde gebildet, ganz so ähnlich wie auch andere Ebenen in Ostafrika.


Ostafrika, Tanzania wird in Zukunft weitere neue Wege beschreiten. Diese Richtungen der neuen Wege weisen weiterhin auf die Privatisierung, aber auch Liberalisierung der Wirtschaft.
Die entscheidene Demokratisierung durch Privatisierung und dann auch eine Ökonomie der Gesellschaft herbeizuführen, ohne das ökologisch Wichtige zu vernachlässigen, um den schon lange währenden Frieden in Tanzania weiterhin zu wahren, es ist sehr schwierig, aber doch möglich!
Tanzania hat sich längst schon klare Ziele gesetzt, die ganz anders auf der Bühne der Entwicklungen erscheinen, als es aus den Nachbarländern wie Uganda, oder Kenia zu erkennen ist. Es ist wie eine Gleichschenkelberechnung eines Dreiecks, welche sich gegenseitig als sehr wichtig erscheinen, aber sich doch in der Grundregel regelmäßig abstoßen.
Uganda, Tanzania und Kenia sind drei wichtige Länder in Ostafrika, die unterschiedlicher gar nicht sein könnten, obwohl sie doch sehr ostafrikanisch gleich sind.

Amtlich ist Tanzania auf Suaheli Jamhuri ya Muungano wa Tanzania, auf Englisch United Republic of Tanzania, auf Deutsch Vereinigte Republik Tansania.
Tanzania umfasst den Festlandteil Tanganjika, Sansibar (bestehend aus den Inseln Unguja Island [früher Sansibar] und Pemba) sowie Mafia, grenzt im Nordwesten an Burundi und Ruanda, im Norden an Uganda (zum Teil Grenzverlauf durch den Victoriasee), im Nordosten an Kenia, im Osten an den Indischen Ozean, im Süden an Moçambique, im Südwesten an Malawi und Sambia, im Westen an die Demokratische Republik Kongo (Grenzverlauf durch den Tanganyikasee).
Tanzania ist nicht annährend mit so vielen verschiedenen Rohstoffen wie Uganda gesegnet. Tanzania hatte nachdem Tag seiner Eigenständigkeit im Jahr 1964 die Jahre des Sozialismus. Es waren die Jahre der Resignation, das Gefühl einer Nichtselbstständigkeit, durch übermäßige staatliche Reglementierungen hervorgerufen. Es waren aber auch die Jahre der Erfahrungen, der Erkenntnisse, die weiterhin für einen Frieden unter den 134 verschiedenen Kulturen sorgen können. Das Land der großen Nationalparks und Forschungen, hat seit über 50 Jahren ein friedliches Dasein und möchte es für die weite Zukunft auch erhalten. Dennoch, die Mobilisierung zur weiteren Aktivierung der Wirtschaftlichkeit des Landes wird nur langsam voranschreiten. Fast alle Menschen müssen für ein mehr oder minder Wohlergehen gleichermaßen kämpfen. Ein Fluch ist es jeden Tag, denn wichtige Investitionen, wie die der Infrastrukturellen, kommen nur langsam in Fahrt, denn es fehlt immer wieder an Geldern und auch zielgerechte Unterstützungen und auch Anstoßfinanzierungen von Hilfsorganisationen.
Tanzania ist ein sehr armes Land, dennoch ist es durch Politik und Gesellschaft ein sehr gut aufgestelltes Land in Ostafrika. Die Regierung bringt viele wichtige Entscheidungen für die Infrastruktur, die Ökonomie und sie hat es in ihrem Programm manifestiert, dass flächendeckende Schulmöglichkeiten für Kinder sehr wichtig sind. Hierzu wird es aber für die Zukunft des Landes wichtig sein, den gesamten Schulbesuch auch nach der Primery School, weiterführend die Secondary School, kostenlos für die Kinder zu gestalten.

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